ZAL und Weiterbildung

posted am: 14 Juni 2018

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In einem Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAL) können Interessierte zahlreiche Bildungsmaßnahmen zur Weiterqualifizierung und zur Maximierung des individuellen Leistungsniveaus nutzen. Insbesondere für Menschen ohne Initialausbildung oder für Personen, die eine Umschulung anstreben, bietet eine derartige Bildungsstätte eine nachhaltige Zukunftsorientierung. Demnach sind in den Einrichtungen beispielsweise Ausbildungen und Umschulungen in nachgefragten Berufsfeldern möglich. Das Leistungsangebot umfasst sowohl den technisch – gewerblichen als auch den kaufmännischen Fachbereich. Primär starten die diesbezüglichen Ausbildungen und Umschulungen im Herbst. Ein zeitversetzter, späterer Einstieg in die einzelnen Seminare ist nach Rücksprache unkompliziert umzusetzen. Ein ZAL, wie die ZAL Berlin-Brandenburg GmbH, vermittelt aufgrund seiner hochwertigen und innovativ gestalteten Lehrinhalte eine interessante Qualifizierung, die flächendeckend anerkannt wird. Zusätzlich werden erfolgreiche Schulungsteilnehmer im Nachgang an ihren Abschluss überwiegend in ein Arbeitsverhältnis überführt. 

Seit dem 1. August 2016 greift bei Bestehen von IHK – Prüfungen in einem ZAL das Gesetz der Weiterbildungsprämie. Daher erhalten Absolventen einer Umschulung oder Ausbildung, die nach der festgesetzten Frist begonnen wurde, nach erfolgreichem Abschluss eine Weiterbildungsprämie in Höhe bis zu maximal 2500 €. Die Prämie ist in der Gesetzgebung zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung verankert (AWStG).   

Die Höhe der jeweiligen Auszahlung ist an die Prüfungsordnung der einzelnen Maßnahmen gebunden. Prinzipiell wird das Bestehen der Abschlussprüfung vor der Kammer mit einer Prämie von 1500 € honoriert. Beinhaltet eine Umschulung zusätzlich eine Zwischenprüfung, wird bei Bestehen der Prüfung ein Betrag in Höhe von 1000 € ausgezahlt.   

Zum Beziehen der Weiterbildungsprämie sind sämtliche Personen berechtigt, die offiziell arbeitslos gemeldet sind und die entsprechenden Prüfungen erfolgreich absolviert haben. Für die Auszahlungen sind der regionalen Arbeitsagentur die relevanten Zwischen – bzw. Abschlusszeugnisse vorzulegen. Unmittelbar nach Prüfung der Unterlagen erfolgt die Auszahlung der Weiterbildungsprämie.   

Die Gratifikation wird von Experten explizit als „ Motivationsprämie" klassifiziert, da diese potentielle Belohnung eine anhaltend aktive Teilnahme an dem betreffenden Bildungsangebot auslösen soll. Die leistungsbezogene Bonuszahlung wird von den Behörden als „ privilegiertes Einkommen" eingestuft. Somit wird der Betrag nicht auf das Einkommen oder persönliche Leistungsbezüge, wie etwa Hatz 4, angerechnet. Deshalb dürfen Absolventen die Prämie gesamtheitlich behalten.   

Der Weg zur Weiterbildungsprämie folgt einem spezifisch determinierten Muster, das die Teilnehmer einzuhalten haben. So müssen Interessenten generell einen Bildungsgutschein bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Im Anschluss gilt es diesen für eine Ausbildung oder Umschulung bei einem Zentrum für Aus- und Weiterbildung zu nutzen. Sofern die eingetragenen Personen ihre individuellen Prüfungen mit Erfolg bestehen, löst dies einen Anspruch auf die Prämie aus. Diese wird durch die Bundesagentur für Arbeit überwiesen.   

Intention des Konzeptes des „Bundesministeriums für Arbeit und Soziales" ist es Langzeitarbeitslose oder schwer vermittelbare Personen dauerhaft zu motivieren und im Anschluss an ihre Weiterbildung in eine reguläre Beschäftigung zu bringen. Das Vorhaben des Ministeriums fungiert somit als Arbeitsmarktinstrument.

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